Chrysantheme (Dendranthema morifolium)
Blüten und Blätter der Chrysanthemenpflanze werden in der chinesischen Kultur häufig als Tee bzw. Gemüse konsumiert. Chrysanthemen werden seit langem für ihr angenehmes Aroma und ihren Geschmack geschätzt und sind traditionell für ihre hohe antioxidative Wirkung bekannt, die die allgemeine Gesundheit fördert.
Die moderne Forschung hat jedoch begonnen, Licht auf die krebshemmenden Eigenschaften von Chrysanthemen zu werfen. Mehrere Verbindungen in Chrysanthemen (z. B. Luteolin, Chlorogensäure, Rutin, Quercetin und Apigenin) wurden als Bindemittel für Östrogen- und Progesteronrezeptoren von Brustkrebszellen identifiziert. Das Besetzen und Blockieren dieser Rezeptoren würde den Brusttumor daran hindern, die hormonellen Signale des Körpers für sein Wachstum auszunutzen. Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass die Behandlung von Prostatakrebszellen mit Chrysanthemenextrakten einen weit verbreiteten apoptotischen Zelltod auslöst. Chrysanthemenextrakte haben auch eine krebshemmende Wirkung auf Magen-, Dickdarm-, Leber-, Lungen– und Knochenkrebszellen.
Interessanterweise hat die Chrysantheme die einzigartige Fähigkeit, die Arzneimittelresistenz von Krebszellen umzukehren, die ein großes Hindernis für eine erfolgreiche Chemotherapie darstellt. Zwei Studien haben ergeben, dass die Behandlung mit Chrysanthemen multiresistente Brustkrebszellen für Doxorubicin und Docetaxel sensibilisiert, zwei gängige Chemotherapeutika, die das Krebswachstum stoppen. Laborexperimente zeigten, dass Chrysanthemen das P-Glykoprotein blockieren, eine Pumpe, mit der Krebszellen Chemotherapeutika ausscheiden. Durch diese Blockade verbleibt mehr Chemotherapeutikum in den Tumorzellen, was dessen Wirksamkeit erhöht, ohne dass die Dosis erhöht werden muss.
Chrysantheme wurde auch in mehreren menschlichen Klinische Studien, vor allem zu Gelenk- und Stoffwechselerkrankungen, haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit gezeigt, ohne dass ernsthafte Sicherheitsbedenken bestehen. Obwohl es noch nicht an Krebspatienten getestet wurde, sprechen starke präklinische Belege für seinen potenziellen Einsatz als ergänzende Therapie in der Onkologie.
Für Leser, die sich für die weitergehenden gesundheitlichen Auswirkungen dieser Pflanze interessieren, gehen wir hier detaillierter darauf ein.
„Spiky“ von Apple2000ist lizenziert unter CC BY-SA 3.0
